Hans-Jürgen NöskeZur Schau in Büdingen am 06. und 07. Oktober 2019 wurden 256 Hermelin gemeldet, aufgeteilt waren 118 RA. und 138 Bl.A. auf dem Prüfstand.
Das Meldeergebnis von Thalheim konnte mit 21 Tieren Plus leicht gesteigert werden, was zu dem frühen Zeitpunkt der Schau nicht unbedingt zu erwarten war. Aber Quantität heißt ja bekanntlich nicht immer gleich Qualität, was sich teilweise in den Resultaten wiederspiegelt.
Bei den RA., die mit 118 Nummern an den Start gingen, ist mir beim Durchgehen der Schau aufgefallen, dass hier teilweise Tiere gezeigt wurden, für die dieser Termin ungelegen kam. Die Preisrichter hatten hier alle Hände voll zu tun und haben die Spreu vom Weizen getrennt.
Mit Resultaten von 91,5 bis 98,5 Punkten konnte man Qualitätsunterschiede, auch von außen, erkennen.

Die einfarbigen Farbenschläge, der Farbenzwerge präsentierten sich für diese Jahreszeit mit schönen und rassetypischen Vertretern, die trotz Witterung und frühem Schautermin zum Großteil nicht in Haarung waren und somit gute Felle sowie Deckfarben zeigten.

Haarungsbedingt unfertige Tiere wurden leider trotz fehlender Schaukondition ausgestellt. Diese Tiere konnten in Farbe und Fell nicht die Ihnen entsprechende Punktzahl erreichen.

Im Allgemeinen fielen sowohl neue als auch alte Problematiken auf. So wurden einige Tiere präsentiert, die trotz ausreichenden Alters nicht das Mindestgewicht von 1,10kg erreicht hatten. Auch in der normalen Gewichtsspanne von 1100g bis 1350g vielen einige Tiere auf, die im unteren Gewichtsbereich von weniger als 1,20kg lagen. Somit konnten diese Tiere auch körperlich nicht überzeugen. Viele der Siegertiere hingegen haben ein Idealgewicht von 1,25-1,32kg gezeigt.

Auch im Jahr 2019 konnten auf unserer Clubvergleichsschau trotz der noch recht jungen Ausstellungssaison wiederum sehr schöne Farbenzwerge Abzeichen im Typ, Zeichnung und Farbe gesichtet werden. Leider hatten viele Häsinnen aller Farbenschläge schon relativ große Probleme mit loser Fellhaut im Brustbereich. Sicher ein Umstand der langen Sommerwärme bis in den September hinein, wodurch die Tiere zumeist erst schlecht an Gewicht zu nahmen und dann zu schnell durch die Gabe von entsprechendem Kraftfutter.

Zu den einzelnen Farbenschlägen:

1. Farbenzwerge, thüringerfarbig
Bei den thüringerfarbigen Farbenzwergen standen dieses Jahr 32 Tiere aus 6 Zuchten. Eine Steigerung um 5 Tiere im Vergleich zu 2018. Rassemeister wurde Manfred Buchholz (Baden) mit sehr guten 385,0 Punkten. Er zeigte zudem auch einen vorzüglichen Rammler (97,0) und eine vorzügliche Häsin (97,0). Der Rammler konnte zudem der Sieger bei den Thüringerfarbigen werden. Zwei weitere hervorragende Tiere kamen aus der Zucht von Ralf Baumann (Saar) und Georg Letscher (Württemberg) mit je 96,5 Punkten. Zudem konnten 6 Tiere sehr gute 96,0 Punkte erreichen. Im Vergleich zu den Vorjahren konnten die Tiere an Qualität ein Stück weit zu legen. Leider mussten zwei Rassevertreter wegen Wamme ausgeschlossen werden.

Hartmut Henschen 27.CVS WerlteHartmut Henschen 27.CVS Werlte19 Farbenzwerge, separatorfarbig. Ein weiterer Farbenschlag, der seit Jahren auf mehr Züchterschaft hofft und leichten Züchteranstieg verzeichnen konnte. Eine schöne Häsin mit 96,0 Pkt. zeigte Susanne Friedrich. Sie zeigte schöne Farben, sowie typlich überzeugte Kollektion in der optischen Draufsicht. Rassemeister mit 383,0 Pkt. wurde Bernd Hügel. Form und Typ waren hier besser als bei der Konkurrenz. Sie sollten nicht größer werden. Etwas kräftiger und zwergenhafter sollten der Kopf und die Ohren bei seinen Tieren in Erscheinung treten.

19 Farbenzwerge, luxfarbig. Hier musste ein Großteil der Tiere in der Deckfarbe. die Kritik "fleckig, leider im Wechsel" hinnehmen. Viel Arbeit gibt es in der Form und dem Typ, Kritiken wie eckige Hinterpartie, vorne zu schmal war keine Seltenheit. Hier ist auch auf die reinweiße Unterfarbe zu beachten. Den Rassemeister stellte die ZGM Immig/Kurzhals. Sie stellten auch den Sieger mit 97,0 Pkt..Ihre Tiere zeigten gute Deckfarben und die besten Zwischenfarben. Die Tiere von Reinhold Roth wussten durch gute Unterfarben im Bauchbereich zu gefallen.

28 Farbenzwerge, deilenaarfarbig. Die Tiere überzeugten vor allem im Fell und einige in der Deckfarbe, sowie in der Form und Typ. Der Kopf konnte bei einzelnen Tieren gefallen und vor allem das Ohr ist noch verbesserungswürdig. Es gibt immer wieder noch recht graue Rassevertreter. Rassemeister wurde Heinz Janssen mit 383,5 Pkt.. Ein Spitzentier fehlte dieses Jahr leider.

21 V-Tiere sprechen von einer guten Qualität bei den Ra. Hier gab es mehrere Tiere, die dem Ideal sehr nahe kommen. Kurze breite Typen mit kurzen, dichten Fellen, die noch geügend Struktur zeigen, um den notwendigen Glanz zu zeigen. Dennoch gab es auch Tiere, die eher wie ein Zwer-Neuseeländer aussehen. Klobig und ohne Eleganz, mit viel Stirnbreite dicken Vorderläufen aber ohne typische Felle. Die Felle dieser Typen sind zu lang, zeigen oftmals überstehende grobe Grannen und nicht selten tiefliegende Augen. Von einzelnen Zuchtfreunden werden sie wegen der überdicken Ohren bevorzugt. Hier sind jedoch die Anforderungen des Standards zu entsprechen.

Nicht bei jedem Tier passen Vorder- und Hinterläufe und Frontbreite. Eckige Hinterpartien konnte z.T. auf mangelnde Tagesform geschoben werden. Die Fellbewertung wünsche ich mir noch differenzierter. Etliche zwar dichte Felle mit 30mm wurden mit 14 Punkten bewertet. 30 mm entsprechen der Länge von Satinfellen. Wir sollten deutlich unter 30mm als Ideal betrachten. Solche Felle müssen von der Länge her gestraft werden. 30 mm auf einem zwerg ist nicht kurz! Hier sind die Preisrichter gefordert genauer zu unterscheiden. Es waren ja genügend gute, ja nahezu perfekte Fellträger anwesend. Für die Züchter hat sich in den letzten Jahren nicht gelohnt auf gute Ohren zu ziehen. Hier haben gute und schlechte Vetreter oft 14,5 Punkte bekommen.

 

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