Hans-Jürgen NöskeZur Schau in Büdingen am 06. und 07. Oktober 2019 wurden 256 Hermelin gemeldet, aufgeteilt waren 118 RA. und 138 Bl.A. auf dem Prüfstand.
Das Meldeergebnis von Thalheim konnte mit 21 Tieren Plus leicht gesteigert werden, was zu dem frühen Zeitpunkt der Schau nicht unbedingt zu erwarten war. Aber Quantität heißt ja bekanntlich nicht immer gleich Qualität, was sich teilweise in den Resultaten wiederspiegelt.
Bei den RA., die mit 118 Nummern an den Start gingen, ist mir beim Durchgehen der Schau aufgefallen, dass hier teilweise Tiere gezeigt wurden, für die dieser Termin ungelegen kam. Die Preisrichter hatten hier alle Hände voll zu tun und haben die Spreu vom Weizen getrennt.
Mit Resultaten von 91,5 bis 98,5 Punkten konnte man Qualitätsunterschiede, auch von außen, erkennen.

Zum wiederholten Mal ist es dem alten und nun auch neuen Rassemeister Ch. Zappe gelungen seinen Titel zu behaupten. Seine Tiere waren zu dem Zeitpunkt in einer sehr guten Verfassung, was sich in der Bewertung wiederspiegelte. In seiner Siegerkollektion mit 389,5 Punkten standen außer der Siegerhäsin mit 98,5 Punkten noch zwei weitere V-Tiere (97,5 und 97,0 Punkte) und in einer weiteren Kollektion mit 386,5 Punkten standen noch mal zwei
V-Tiere (97,5 Sieger 1,0 und 97,0 Punkte).
Auch die Tiere der Nächstplatzierten waren von guter Qualität, so konnte H. Patschke 388,5 P. (1x97,5 und 3x97,0), H. Hische 387,0 P. (2x97,0), H. Jahn 386,5 P. (1x97,5 und 1x97,0)
H. Henschen 386,0 P. (1x97,0) und St. Sauter 386,0 P. erreichen. Desweiteren gab es noch
V-Tiere für R. Welle und H. Toppmöller mit je 97,5 P. und K. Heinemann und H.J. Nöske mit je 97,0 P.
Zu den Punktabzügen in der Position II kam es wegen altbekannter Probleme, wie beispielsweise leicht vorstehende Hüftbeine, leicht eckige Hinterpartien, verjüngte Vorderpartien und lose Schultern. Auch gab`s vereinzelt dünne, leicht durchtretende Vorderläufe zu bemängeln.
Bei der Beurteilung der Felle fand man Kritikpunkte, über die wir auch schon lange diskutieren, leichte Stirnbüschel, Stirnbüschelansätze, lange Grannen, grobe Haarstruktur und teilweise schwach behaarte Laufsohlen. Hierauf sollten wir alle mehr Augenmerk legen, denn wir haben hier auch Vertreter dabei, die die geforderten Ansprüche vorweisen.
In Position IV mit den Köpfen kann man überwiegend zufrieden sein, das Gros der Tiere zeigte die gewünschte Kopfform, kurz und kräftig, breite Stirn, sowie breite Schnauzpartien,
was dann auch mit vollen Punkten belohnt wurde.
In Position V zu den Ohren, hier gibt es teilweise schöne Vertreter, die auch passende zu den Köpfen schöne Ohren in der Länge und in der Trageform leicht V-förmig zeigten.
Auch gab es Tiere die ideale Ohrenlängen hatten, diese aber breit getragen wurden, es gab auch Tiere mit etwas groben Ohren, leicht faltigen, sowie dünne und spitze Ohren, die bemängelt wurden.
In Position VI Farbe gab es wenige Beanstandungen. Um aber volle Punkte zu erreichen, gehört zu der Farbe auch der Glanz, der aber aufgrund der unfertigen Felle oftmals schwach ausgeprägt war, so dass hier nicht immer eine volle Punktzahl vergeben werden konnte.
In Position VII wurden lediglich das ein oder andere Mal unreine Laufsohlen bemängelt und dies mit 0,5 Punkten geahndet.
Die Hermelin Bl.A. waren dieses Jahr mit 138 Tieren zugegen, ein leichtes Plus gegenüber Thalheim. Auch hier haben die Preisrichter den Bewertungsspielraum von 93,5 bis 97,5 Punkten voll ausgeschöpft.
Rassemeister wurde mit 386,5 P. J. Zwick (2x97,0) gefolgt von R. Roth mit ebenfalls 386,5 P. (1x97,5 und 1x97,0). Desweiteren gab es 386,0 P. für K. Driton, H. Patschke, H. Woestmann,
385,5 P. für J. Schröder und H.J. Nöske. Weitere V-Tiere H. Henschen, Ch. Geil, W. Haarde, J. Schröder, K. Driton, H. Patschke, W. Raven, H.J. Nöske mit je 97,0 P.
Der Sieger 1.0 kam aus der Zucht von H. Woestmann 97,5 P. und die Siegerhäsin mit 97,0 P. von R. Roth.
In der Pos. II zeigten einige Rassevertreter Probleme mit den Hinterpartien, des Öfteren war zu lesen leicht eckige Hinterpartie, vorstehende Hüftbeine, auch verjüngte Vorderpartien
und leicht durchtretende Vorderläufe wurden bemängelt. Aber auch hier waren, wie auch bei den RA. vorzügliche Vertreter anzusehen. Schöne, kurze Typen mit stabilen Vorderläufen,
die eine gewisse Bodenfreiheit gewährleisten, konnte man hier sehen.
Auch bei den Blauaugen in der Fellbewertung gilt das angesprochene, wie bei den RA. leichte Stirnbüschel, Stirnbüschelansätze, lange Grannen, grobes Grannenhaar und schwach behaarte Laufsohlen waren Kritikpunkte, die zu lesen waren und auch heftig diskutiert wurden.
Auch analog zu den RA. gab es schöne Kopfformen mit kurzen, kräftigen, breiten Schnauzen- und Stirnpartien, daher gab es wenig Kritikpunkte, so dass es zu keinen gravierenden Punktabzügen kam.
Die Ohrenstrukturen waren im Großen und Ganzen recht ansprechend, auch hier, wenn etwas bemängelt wurde, waren es leicht faltige, etwas dünne Ohren und die etwas breite Ohrenhaltung.
Farblich waren auch bei den Bl.A. keine groben Beanstandungen, lediglich auch hier der fehlende Glanz, daher die etwas matte Deckfarbe, die meist mit 0,5 Punkten geahndet wurde.

Hans-Jürgen Nöske

 

 

 

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